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Dresscode: Anzug oder nicht?!

Aktualisiert: 2. Juni 2020



Kleider machen Leute - ohne jede Frage ist an diesem Satz eine ganze Menge dran!

Aber: Was ist der passende Dresscode im Autohaus, im Außendienst, auf Netzwerkveranstaltungen oder zu Events?


Bevor wir zur Beantwortung dieser Frage kommen, schauen wir uns die verschiedenen Dress-Typen der Autowelt noch einmal schnell an:


Business-Attire


Der seriöse und elegante Look besteht aus einem dunklen Anzug in Kombination mit Krawatte auf einem unifarbenen Hemd.


Business-Casual


Ein sportlicher Anzug oder eine Kombination aus Stoffhose und Jackett. Darunter ein Hemd ohne Krawatte, der oberste Knopf darf offen bleiben.


Smart-Casual


Dieser Dresscode aus Sportlickeit und leichter Eleganz lässt viel Spielraum - positiv wie negativ. Als Hose sind eine Stoffhose oder elegante Jeans, als Jackett gerne auch ein sportlicheres Sakko - passend zur Hose - zu wählen.

Drunter ein offenes Hemd oder elegantes Poloshirt.


Casual


Oft als Freitzeit-Dress bezeichnet, ist hiermit aber sicher nicht der Schlabber-Look gemeint, sondern ein sportliches Outfit aus Jeans oder Chinohose mit Hemd oder Poloshirt.

Aufräumen


Der seriöse Look aus Anzug in Kombination mit Krawatte hielt sich in der automobilen Welt sehr lange und auch heute noch gibt es eine ganze Menge Autoverkäufer, die nach wie vor jeden Morgen in einen dunklen Anzug schlüpfen und sich eine unauffällige Krawatte auf ein unifarbenes Hemd binden.

Grundsätzlich ist dem nichts entgegenzusetzen - wäre da nicht viel zu häufig der Schein, der trügt.


Erst vergangene Woche bin ich noch durch das Autohaus eines großen deutschen Herstellers geschlendert und habe mir die Frage gestellt: Warum trägt ein Verkäufer einen unpassend geschnittenen H&M-Anzug, darunter ein C&A-Hemd mit einer Einmal-Von-Mama-Gebundenen-Krawatte, die jeden Abend über den Kopf aus- und jeden Morgen über den Kopf angezogen wird...?


Na gut - reichlich überspitzt und sehr provokativ gefragt, trifft es aber doch den bekannten Nagel ziemlich treffend auf den Kopf.

Viele Verkäufer - und ich habe in meiner bisherigen Laufbahn eine ganze Menge kennenlernen dürfen - ziehen sich zwar einen Anzug an, sind damit aber alles andere als gut gekleidet.


Aus diesem Grund möchte ich einmal mit dem anhaltenden Mythos - Autoverkäufer müssen Anzug tragen - aufräumen! Nicht erst seit Dieter Zetsche´s Faible für weiße Sneaker, ist der Anzug in der automobilen Welt nämlich mittlerweile mehr als überholt.


Das Wichtigste beim Dresscode ist: AUTHENTIZITÄT


Nicht nur mir, sondern auch den meisten Kunden ist ein Autoverkäufer mit sportlicher Chinohose und elegantem Poloshirt - der sich darin sehr wohl fühlt - um Längen lieber als ein Verkäufer, der sich jeden Morgen in den Anzug "quält".


Dabei spielt die zu vertretene Marke, das Haus oder der Umfang des Portfolios keine Rolle!


Ja na klar ist das Auto nach dem Haus- oder Wohnungskauf die zweitgrößte Anschaffung, wenn man die Werte betrachtet. Und natürlich ist sich diesem (Vertrauens-) Wert entsprechend zu kleiden - aber bitte authentisch.

Denn ein Anzug macht dich kein Stück professioneller oder als Ansprechpartner "wertvoller".


Nach wie vor gibt es seitens der Hersteller oder Autohäuser Vorgaben bezüglich des Kleidungsstils.

Allerdings sind zum einen - wer es noch nicht mitbekommen hat - auch für die etablierten Hersteller “harte Zeiten" angebrochen, sodass die Nase-in-den-Wind-heben-Mentalität oder die Sprüche "Sie können sich glücklich schätzen, diese Marke verkaufen zu dürfen" der Vergangenheit angehören.

Zum anderen wird kein Spitzen-Verkäufer gekündigt, wenn er keinen Anzug trägt. Du bist kein Spitzen-Verkäufer? Dann wird der Anzug daran vermutlich auch nichts ändern...


Also...


Sowohl im Autohaus, als auch im Außendienst, sowie auf Events oder Präsentationen: Zieh dich authentisch an. Fühl dich wohl - denn nur so wirst, bist und bleibst du Spitze!


 
 
 

3 Kommentare


Simon Bongers
Simon Bongers
01. Juni 2020

So ist es! ;-)

Gefällt mir

esther.schulteis
01. Juni 2020

Authentizität. So simpel. So wahr.

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esther.schulteis
01. Juni 2020

Authentizität. So simpel. So wahr.

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