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JAPAN INSIGHTS #4 – Kei-Car vs. SUV

Warum Zukunft nicht in Größe gemessen wird, sondern in Platz.


Yokohama, Seitenstraße am Hafen. 

Acht Uhr morgens. Menschen schieben sich in die U-Bahn, Lieferwagen drücken sich durch Gassen und überall stehen sie:


Kei-Cars.


Quadratisch. Praktisch. Clever.


Und ja, manchmal so klein, dass man zweimal hingucken muss.

Manche bunt, manche futuristisch, manche einfach nur winzig.


Aber: Sie passen.

In die Stadt. In die Lücken. In den Alltag der Menschen.


Und wieder frage ich mich:

Warum bauen wir eigentlich Fahrzeuge, die jedes Jahr wachsen, während unsere Städte gefühlt schrumpfen?


Warum optimieren wir Masse, wenn die Zukunft Beweglichkeit braucht?


Warum feiern wir „Premium“, aber wundern uns, dass niemand weiß, wo er das Ding parken soll?


Der Vergleich tut weh:

Japan baut Autos, die das Leben leichter machen.

Wir bauen Autos, die Eindruck machen.


Hat beides seinen Reiz.

Nur eines ist zukunftsfähig.


Innovation entsteht nicht in der Größe, sondern in der Passform.

Mobilität entscheidet sich nicht im Showroom und auch nicht im Windkanal.


Sondern da, wo Menschen leben, arbeiten, einkaufen, parken und fluchen.


Für mich gilt seit Jahren:

Produkte nicht vom Ingenieur zum Kunden denken.

Sondern vom Kunden zum Ingenieur.


Dann erkennt man ziemlich schnell, was Menschen wirklich brauchen.


Und manchmal ist es eben kein XXL-SUV, sondern ein genialer kleiner Würfel, der einfach funktioniert.



 
 
 

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