Lass uns zwei Themen anpacken, die jeden von uns täglich begleiten: Die Suche nach der Balance und die Angst vor dem echten Wort.
Die nackten Zahlen der Wohlfühl-Falle: Wir beobachten einen gefährlichen Trend: Unternehmen investieren Unmengen in „Employee Experience“, während die reale Produktivität stagniert.
- Die Bindungs-Krise: Wenn nur ca. 15 % der Leute (laut Gallup) wirklich brennen, haben wir kein Zeitproblem, sondern ein Sinnproblem. Menschen brauchen keine Obstkörbe. Sie brauchen das Gefühl, dass ihre Arbeit einen Unterschied macht. Strategie und Mensch müssen hier eins werden.
- Das Schweigen der Experten: Wenn relevante Kritik verschwiegen wird, steuert dein Unternehmen blind. Eine Organisation, die keine harten Wahrheiten verträgt, kann am Markt nicht dominant agieren.
Der Blick nach vorn: Echte Führung bedeutet nicht, es jedem recht zu machen. Es bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, in dem Exzellenz möglich ist. Das ist oft unbequem. Es erfordert, dass wir die Komfortzone der „Balance“ verlassen und uns wieder der Reibung stellen.
Wir sehen oft, dass der „Shopfloor“, also der Herzschlag des Unternehmens – egal ob in der Produktion oder im Büro – nach Klarheit dürstet. Die Menschen wollen wissen, woran sie sind. Sie wollen Führung, die nicht ausweicht, sondern den Weg ebnet, indem sie Hindernisse (und Bullshit-Strukturen) radikal entfernt.
Dein Impuls für die nächste Woche: Schau dir dein Team an. Wo herrscht „höfliche Trägheit“? Wo verstecken sich Leute hinter Bildschirmen? Brich diese Muster auf. Sei echt, sei laut, sei klar.
Echte Dankbarkeit entsteht am Ende nicht durch Kuschelkurs, sondern durch gemeinsamen Erfolg, der auf Substanz gewachsen ist.
Bleib unbequem. Bleib echt.
Dein Simon



